Haarausfall bei Frauen: Symptome, Ursachen und Optionen

Haare folgen einem kontinuierlichen Wachstumszyklus, sie werden aus Zellen in der Haarzwiebel gebildet, wachsen und fallen nach einer gewissen Zeit aus, nur um durch nachwachsende Haare ersetzt zu werden. Wenn Haarausfall bei Frauen jedoch über mehrere Wochen anhält und täglich mehr als 100 Haare ausfallen oder lichte Stellen entstehen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um vermehrten Haarausfall.

Wichtig: Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Die beiden häufigsten bei Frauen auftretenden Haarausfall-Formen sind zum einen der diffuse und zum anderen der erblich bedingte (androgenetische) Haarausfall.

Der diffuse Haarausfall bei Frauen zeigt sich meistens als gleichmäßige Ausdünnung der Haare am gesamten Kopf, ohne spezifische Muster oder Geheimratsecken zu bilden. Die Kopfhaut scheint an vielen Stellen oft durch, vollständig kahle Stellen sind jedoch selten.

Beim erblich bedingten Haarausfall der Frau wird der Haarverlust meist im Scheitelbereich sichtbar. Die Ausdünnung erfolgt in der Regel allmählich, sodass nach und nach die Kopfhaut sichtbar wird, also ein sogenannter verbreiterter Scheitel entsteht

Ursachen für diffusen Haarausfall bei Frauen

Stress:

Gerade, wenn Stress über einen längeren Zeitraum anhält oder besonders viele Belastungen zu bewältigen sind, kann das zu Haarausfall bei Frauen führen. Ursache für dieses Symptom sind meist verschiedene Neurotransmitter (Botenstoffe), die die Haarfollikel negativ beeinflussen. Um jeden Haarfollikel liegt ein dichtes Netz von Nervenfasern, die verschiedene neuronale Botenstoffe enthalten.

Stress erhöht die Konzentration der entscheidenden Botenstoffe und somit die Zahl der Nervenfasern an den Haarfollikeln. Passiert dies während des Übergangs des Haars von der Wachstumsphase in die Ruhephase, kann dies zu einer Entzündungsreaktion des Haarfollikels und schließlich zum vorzeitigen Stopp des Haarwachstums führen. Die Folge ist meist diffuser Haarausfall, der auch sehr plötzlich und stark auftreten kann.

Optionen bei diffusem bzw. stressbedingtem Haarausfall bei Frauen

Stress-Vermeidung

Die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit, stressbedingtem Haarausfall vorzubeugen, ist, dem Stress erst gar keine Chance zu geben. Neben einem guten Zeitmanagement und einem gesunden Lebensstil sind regelmäßige Ruhepausen und guter Schlaf wichtig.

Yoga und autogenes Training

Die bekannteste Methode zur Entspannung und zum Stressabbau ist das aus Indien stammende Yoga, eine Technik aus vorgegebenen Körperhaltungen und Atemübungen. Auch das autogene Training, eine Art Selbst-Hypnose, kann wieder ein Gleichgewicht zwischen Spannungszuständen und Entspannung herstellen. Sowohl Yoga als auch autogenes Training können nach einer kurzen Anlernzeit leicht allein zu Hause durchgeführt werden.

Hormonell bedingter diffuser Haarausfall bei Frauen

Hormone beeinflussen das Haarwachstum ganz entscheidend. Die hormonellen Umstellungen des weiblichen Körpers im Laufe des Lebens, wie z. B. eine Schwangerschaft, eine Geburt oder die Wechseljahre (Klimakterium), wirken sich daher direkt auf Haare und Haarwachstum aus:

  • Als Botenstoffe im Körper nehmen Hormone zahlreiche Aufgaben wahr
  • Sie beeinflussen die Dauer des Haarzyklus und die Teilungsaktivität der Haarfollikel
  • Hormone wirken auch auf den genetisch festgelegten Behaarungstyp eines Menschen
  • Bereits leichte Änderungen im Hormonspiegel können zu Haarausfall führen
  • Auch die Einnahme der „Pille“ (Kontrazeptiva) kann Haarausfall verursachen.

Dies kann auf bestimmte Gestagene zurückzuführen sein, die in der Pille enthalten sind. Einige Gestagene, die eine androgene Wirkung haben, können Haarausfall verursachen, wie zum Beispiel Norethisteron, Levonorgestrel und Tibolon.

Auf der anderen Seite klagen viele Frauen über Haarausfall nach dem Absetzen der Pille. Der plötzliche Abfall der Östrogenspiegel kann dazu führen, dass sich Haare im Wachstumsstadium in das Ruhe- und Ausfallsstadium verschieben.

Optionen bei hormonell bedingtem Haarausfall

Wenn der Haarausfall über mehrere Monate anhält oder sehr stark auftritt, sollte zur Sicherheit ein Hautarzt aufgesucht werden. Ist die „Pille“ möglicherweise die Ursache des Haarausfalls, könnte evtl. der Wechsel zu einem Präparat mit niedrigerem Gestagengehalt hilfreich sein. Betroffene sollten sich diesbezüglich ärztlich beraten lassen.

Diffuser Haarausfall durch Krankheiten oder Medikamente

Verschiedene Erkrankungen wie z. B. der Schilddrüse oder Diabetes mellitus können Haarausfall aufgrund gestörter Stoffwechselvorgänge im Körper begünstigen. Ebenso kann einige Wochen nach einem schweren fieberhaften Infekt ebenfalls diffuser Haarausfall auftreten.

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann als Nebenwirkung ebenfalls diffusen Haarausfall auslösen. Insbesondere Chemotherapeutika, die bei der Behandlung von Krebs eingesetzt werden, können zu Haarausfall führen. Aber auch andere Medikamente, wie beispielsweise Antidepressiva, Blutdrucksenker oder Hormonpräparate können den Haarzyklus beeinflussen und Haarausfall verursachen.

Optionen bei Haarausfall aufgrund von Krankheiten oder Medikamenten:

In diesen Fällen ist eine ärztliche Untersuchung bzw. das Arztgespräch unumgänglich. Nur nach einer genauen Diagnose können gezielte medizinische Maßnahmen getroffen oder über einen möglichen Wechsel der Medikation gesprochen werden.

Zuführung von Nährstoffen

Bei diffusem Haarausfall kann eine Nährstoffkombination aus B-Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen zur Versorgung der Haarwurzeln hilfreich sein. Pantovigar® vegan Kapseln, ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät), steht für das Diätmanagement bei diffusem Haarausfall für Frauen zur Verfügung. Die apothekenexklusiven Kapseln enthalten eine Nährstoffkombination aus B-Vitaminen (Vitamin B5 und B1, Folsäure und Biotin), der Aminosäure Cystin und Mineralstoffen wie Zink und Eisen.

Haarpflege

Zusätzlich gibt es in der Apotheke spezielle Shampoos oder Tonics, die speziell für Frauen mit nicht krankheitsbedingtem Haarausfall entwickelt wurden. Hier bieten sich unter anderem das Pantovigar® Tonic und das Pantovigar® Shampoo für Frauen an.

Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen

Eine weitere Form des Haarausfalls bei Frauen ist der erblich bedingte Haarausfall. Im Gegensatz zu Männern sind Frauen nicht ganz so häufig davon betroffen. Lichten sich bei Frauen die Haare besonders im Scheitelbereich, ist das meist Veranlagungssache. Die Tendenz zum Haarverlust haben die Eltern den Betroffenen praktisch mit in die Wiege gelegt. In diesen Fällen reagiert die Haarzwiebel sehr empfindlich auf körpereigene, das Haarwachstum steuernde Hormone. Die Haarwurzeln betroffener Frauen reagieren besonders empfindlich auf das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches aus Testosteron gebildet wird. Dies führt dazu, dass die nachwachsenden Haare immer kürzer und dünner werden und vorzeitig ausfallen.

Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen

Behandelt wird der erblich bedingte Haarausfall bei Frauen oftmals mit Kopfhautlösungen zur äußeren Anwendung, wie z. B. dem verschreibungsfreien Arzneimittel Pantostin® aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Alfatradiol. Indem Alfatradiol die Bildung des haarwurzelschädigenden (DHT) hemmt, sorgt der Wirkstoff für eine Reduzierung bzw. ein Stoppen des Haarausfalls. Die gute Wirkung und Verträglichkeit von Alfatradiol wurde in wissenschaftlichen Studien1,2 nachgewiesen. Die Anwendung ist denkbar einfach. Nur 1 x täglich (vorzugsweise abends) wird die Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert. Der spezielle Applikator unterstützt eine exakte Dosierung der Lösung ohne Nachlaufen der Flüssigkeit.

1 Schaart, F.-M., Pantostin®-ein echter Fortschritt in der Therapie der androgenetischen Alopezie. Haut, 2000; 11(4): 137ff.
2 Kiesewetter, S., Wirksamkeit von 17-α-Estradiol in der Therapie der Alopecia androgenetica. Der Deutsche Apotheker, 1997(12): 301.