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Haare und den individuellen Patienten im Blick

Frankfurt am Main, 04.08.2014

Experten sind sich einig, zur erfolgreichen Behandlung des diffusen Haarausfalls ist es wichtig, den Patienten mit seiner Gefühlswelt und seinem Empfinden zu berücksichtigen. Eine fundierte Diagnostik und einfühlsame Aufklärungsgespräche mit dem Patienten helfen dabei, eine wirksame, auf den Patienten abgestimmte, Behandlung zu wählen. Diese Aspekte wurden aktuell in einem wissenschaftlichen Symposium* von namhaften Experten vorgestellt und diskutiert.

Zur Diagnose des diffusen Haarausfalls und zur Unterscheidung von anderen Formen des Haarausfalls, wie der androgenetischen Alopezie, sind Angaben des Patienten wichtig, die mit Hilfe von Fragebögen und im persönlichen Gespräch thematisiert werden können, z.B. welche Kopfstellen sind vom Haarausfall betroffenen, wie lange besteht der Haarausfall, werden Medikamente eingenommen oder wurde die Ernährung umgestellt. Zur Sicherung der Diagnose stehen Dermatologen verschiedene Methoden zur Verfügung, wie der Zupftest an verschiedenen Kopfhautarealen und computer-gestützte Quantifizierungen (z.B. Trichoscan®), die Auskunft über das Ausmaß des Haarausfalls geben. Herr Dr. med. Andreas Finner wies auch darauf hin, dass z.B. mit der Haarkarte untersucht werden soll, ob bereits nachwachsende Haare zu sehen sind. Nimmt der Patient solche positiven Dinge, wie neues Haarwachstum wahr, so trägt dies zum Behandlungserfolg und zur Patientenmotivation bei.

Herr Prof. Dr. med. Ralph M. Trüeb verdeutlichte „Je früher der Haarausfall behandelt wird, umso größer sind die Chancen auf Erfolg“. Oft gibt es mehrere, gleichzeitig bestehende Ursachen für die auftretende Symptomatik des Haarausfalls. Deshalb empfiehlt er eine individualisierte Therapie, die diese verschiedenen Ursachen berücksichtigt. Neben der medizinisch-wissenschaftlich nachgewiesenen Wirksamkeit des Arzneimittels spielt dabei auch die persönliche Erfahrung des Dermatologen eine wichtige Rolle. Für den Wirkkomplex aus Cystin, B-Vitaminen und medizinischer Hefe (Pantovigar®) wurde die Wirksamkeit in mehreren klinischen Studien und in der Praxis belegt. Inzwischen konnte auch gezeigt werden, dass Pantovigar® in Kombination mit 2% Minoxidil positive Effekte aufweist1,2.

Um die Motivation für die langfristige Therapie zu unterstützen, empfehlen die Experten regelmäßige Untersuchungstermine, z.B. drei Monate nach Behandlungsbeginn, um gemeinsam mit dem Patienten in der Haarsprechstunde objektiv erste Erfolge zu besprechen, aber auch eine Therapie über sechs Monate hinaus, da sich auch dann noch der Haarbefund weiter bessern könne.

* Mittagsseminar „Behandlung von Haarausfall: Systematisches Vorgehen in der Praxis und neue Erkenntnisse zu Wirkstoffen und Therapie“, 24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, München, 19.-25.7.2014
1 Finner A. Significant improvements of diffuse telogen effluvium with an oral fixed combination therapy – a meta-analyses. Int. J. Trichology, 2011, 3:35-50; 2Trüeb R.M. Superiority of combination therapy over monotherapy for female alopecia. 8th World Congress for Hair Research. May 14-17, 2014, Korea

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