Home Service Meldungen

Wenn das Styling die Haare schädigt

Frankfurt am Main, 08.10.2013

Viele Menschen gehen ohne ausgiebiges Hairstyling nicht vor die Tür – da wird gelockt, geglättet und die entstandene Frisur unter Umständen „ultra strong“ fixiert. Doch das Styling und die dafür verwendeten Instrumente können beträchtliche Schäden am Haar entstehen lassen, warnte jetzt die American Academy of Dermatology. Die Folge ist sprödes, glanzloses Haar, das im schlimmsten Fall sogar ausfällt.

Um solch hausgemachtem Elend vorzubeugen, geben die amerikanischen Experten Tipps und räumen mit einigen falschen Weisheiten auf. „Haar-Mythen, wie 100 Bürstenstriche pro Tag, können zu gespaltenen Haarspitzen führen”, warnt Dr. Paradi Mirmirani von der University of California, San Francisco. „Gesundes Haar ist möglich, wenn man weiß, wie das Haar vor und nach dem Styling gepflegt werden sollte.“

Um Haarschäden und Haarausfall vorzubeugen, empfiehlt Dr. Mirmirani Folgendes:

  • Trocknen Sie Ihre Haare, indem Sie sie nach Dusche oder Bad in ein Handtuch wickeln. Eine andere Alternative besteht darin, die Haare an der Luft trocknen zu lassen.
  • Die meisten Menschen sollten nasse Haare so wenig wie möglich frisieren, da nasse Haare leichter brechen, wenn sie gekämmt oder gebürstet werden. Das gilt jedoch nicht für Menschen mit dicht gelockten oder struppigen Haaren, die ihre Haare lieber im nassen Zustand bürsten sollten, um das Risiko für Haarbruch zu senken.
  • Das Bürsten sollte auf ein Minimum beschränkt werden.
  • Reduzieren Sie Styling-Produkte für „langen Halt“: Wenn nach dem Auftragen des Produkts ein Kamm zum stylen verwendet wird, kann das zu Haarbruch und mit der Zeit zum Verlust von Haaren führen.
  • Lassen sie Ihre Haare vor dem Stylen oder Kämmen teilweise an der Luft trocknen. Auch das seltenere Trocknen mit dem Fön hilft, Haarschäden zu reduzieren.
  • Haarglätter sollten bei trockenen Haaren nur auf einer niedrigen oder mittleren Wärmestufe benutzt werden – und nicht häufiger als jeden zweiten Tag. Wer einen Lockenstab benutzt, sollte jede Strähne für nicht länger als ein, zwei Sekunden erhitzen, da zu viel Hitze das Haar schädigt – unabhängig vom Haartyp.
  • Geflochtene Zöpfe (auch die aus Afrika stammenden Flechtfrisuren), Pferdeschwanz und Haar-Extensions sollten nicht ständig getragen werden. Diese Frisuren üben eine Zugspannung auf das Haar aus. Die entstehende Spannung kann zu Haarbruch führen. Wenn der Zug auf die Haarwurzel anhält, kann sich ein permanenter Haarausfall entwickeln.

„Falls Sie unter Haarausfall oder Haarbruch leiden, könnte dies mehr Ursachen haben als nur Ihre Styling-Gewohnheiten“, sagte Dr. Mirmirani. Bei Fragen oder Sorgen rund um die Haarpflege, sollte der Hautarzt der Ansprechpartner der Wahl sein, rät der Experte.

Quelle: American Academy of Dermatology, 07.09.2013

«Nächste Meldung 

«Zurück zur Übersicht»

 Nächste Meldung»