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Studie deckt auf: Genvariante erhöht Risiko für kreisrunden Haarausfall

Frankfurt am Main, 14.02.2008

BONN (MedCon) - Menschen, die eine bestimmte Variante des Gens PTPN22 tragen, haben laut einer neuen Studie ein erhöhtes Risiko, an Alopecia areata zu erkranken. Bei diesem kreisrunden Haarausfall fallen die Haare nur an einer umgrenzten, meist runden Stelle des Kopfes aus.

Frühere Untersuchungen haben diese Variante des Gens PTPN22 mit einer ganzen Reihe von Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Zudem stand das Gen im Verdacht, auch bei der schweren Form kreisrunden Haarausfalls eine Rolle zu spielen.

Deutsch-belgische Kooperation

Zusammen mit Kollegen der Universität von Antwerpen haben nun Wissenschaftler am Bonner Institut für Humangenetik diesen Verdacht bestätigt.

Insgesamt untersuchten die Forscher 1063 Personen aus Deutschland und Belgien: 435 der Studienteilnehmer litten an Alopecia areata, 628 dienten als Kontrollpersonen. Bei allen Studienteilnehmern wurde das Erbgut auf die Variante des Gens PTPN22 getestet.

Variante mit schwerer Verlaufsform verbunden

Dabei stellten die Forscher fest, dass diejenigen Patienten am häufigsten die Variante des PTPN22-Gens aufwiesen, die an besonders schwerem kreisrundem Haarausfall litten, die Verwandte mit Haarausfall hatten oder bei denen die Alopecia bereits vor dem 20. Lebensjahr aufgetreten war.

Aus diesen Ergebnissen schlussfolgern Betz und Kollegen, dass die Variante des PTPN22-Gens einen Risikofaktor für die Erkrankung an Alopecia areata darstellt.

Quelle:
Erstellt von MedCon aus British Journal of Dermatology, Volume 158, Issue 2, Seite 389-391, Februar 2008