Home Service Meldungen

Warum werden Haare eigentlich grau?

Frankfurt am Main, 28.03.2008

Die Rolle von Melanin

Haare bekommen ihre Farbe durch den Stoff Melanin. Die Melanozyten, die das Melanin produzieren, benötigen zur Bildung von Melanin die Aminosäure Tyrosin. Mit zunehmendem Alter wird Tyrosin nicht mehr ausreichend gebildet und somit verringert sich auch der Farbstoff Melanin. Dort, wo vorher der Farbstoff war, lagern sich Luftbläschen ein. Das Haar verliert seine Farbe. Am Ende des Wachstumszyklus fallen die farbigen Haare aus und graue Haare wachsen nach. Der Anteil der grauen Haare wird im Laufe der Zeit immer größer.

Erkrankungen, die für ein vorzeitiges Ergrauen verantwortlich sein können:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Einige seltene Erbkrankheiten
  • Eisenmangelanämien

Ergrauen über Nacht?

Ein Ergrauen der Haare über Nacht ist äußerst selten und entsteht dadurch, dass ausschließlich pigmentierte Haare ausfallen. Dieses Phänomen tritt im Zusammenhang mit einer akut voranschreitenden Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall) auf. Die Redewendung: "Lass Dir keine grauen Haare wachsen" im Sinne von "Sorge Dich nicht zu sehr", konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

Graue Haare sind gegenüber äußeren Einflüssen anfälliger, weil das Melanin auch einen gewissen Schutz bietet. Weiterhin produzieren die Talgdrüsen im Alter weniger Fett. Deshalb können die Haare trocken werden und an Spannkraft verlieren. Sie bedürfen also einer besonderen Pflege. Was Sie für Ihre Haarpflege tun können, lesen Sie hier:

Quellen:
Prof. Dr. Zaun, Hansotto, Dr. Dill-Müller, Dorothee, Haarprobleme, Seite 75-76, Spitta-Verlag, 2005 vital, Von wegen oll, Seite 38, Jahreszeiten Verlag, November 2007