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Stimmt der Eindruck, dass die Haarpracht mit dem Alter dünner wird?

Frankfurt am Main, 25.01.2013

Viele Frauen werden mit zunehmendem Alter mit ihrem Haar unzufriedener. Eine aktuelle Studie amerikanischer Forscher zeigt genauere Daten auf: Sie belegen, dass Frauen eine Abnahme ihrer Haarmenge um ihr 45. Lebensjahr herum wahrnehmen. Eine weitere Abnahme wird zwischen dem 55. und dem 59. Geburtstag beobachtet.

Aber weder die ausschließliche Abnahme der Haardichte, gemessen als Anzahl der Haare pro Quadratzentimeter, noch die alleinige Abnahme des Haarschaftdurchmessers können diese Wahrnehmung vollständig erklären.

Daher schlagen die Autoren der Studie die „Haarmenge“ als neues quantitatives Maß vor, das den Einfluss sowohl der Haardichte als auch des Durchmessers auf die Wahrnehmung des Haarausfalls kombiniert.

Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler um C. Robbins 1099 Frauen im Alter von 18–66 Jahren, die das Gefühl hatten, dass ihnen die Haare zunehmend ausfallen. Als Kontrollgruppe dienten 315 Frauen im Alter von 17–86 Jahren, die nicht über Haarausfall klagten. Bei allen wurde neben dem Haardurchmesser auch die Haardichte bestimmt.

Wie die Auswertung ergab, nahm der Haardurchmesser am Scheitel vom 20. bis etwa 40. Lebensjahr zu, danach jedoch wieder ab. Die Haardichte war in der jüngsten Altersgruppe (20-30 Jahre) am höchsten und sank danach mit steigender Rate.

Bei Frauen, die das Gefühl hatten, ihr Haar sei dünner geworden, nahm die Dichte der Haare deutlich schneller ab als bei Frauen, die dieses Gefühl nicht hatten. Das kombinierte Maß der „Haarmenge“ war bei jüngeren Frauen relativ konstant, nahm sehr leicht bis zum 35. Lebensjahr zu und danach deutlich ab.

Der zunehmende Durchmesser des Haarschafts gleiche die abnehmende Haardichte bis etwa zum 35. Lebensjahr aus, schreiben die Wissenschaftler. Danach nehme der Durchmesser des Haarschafts nur noch in geringerem Maße zu.

In Kombination mit der abnehmenden Haardichte wirke sich dies zunehmend auf die Wahrnehmung der Haarmenge aus. Das Dünnerwerden der Haarpracht mache sich dann ab etwa dem 45. Lebensjahr bis zum Ende des 59. Lebensjahres immer stärker bemerkbar.

„Die quantitative Bestimmung der Haarmenge ist ein nützliches Instrument, um die Beiträge von Haardichte und -durchmesser auf die Wahrnehmung des altersbedingten Haarverlusts bei Frauen zu kombinieren“, lautet das Fazit der Wissenschaftler.

Quelle: Br J Dermatol. 2012 Aug;167(2):324-32. doi: 10.1111/j.1365-2133.2012.11010.x.