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Haarausfall wird von der Jahreszeit beeinflusst

Frankfurt am Main, 16.06.2009

ZÜRICH (Medcon) – Immer wieder klagen Frauen über wiederkehrenden Haarausfall, der von der Jahreszeit abhängig zu sein scheint. Eine Studie Schweizer Forscher bestätigt jetzt, dass es tatsächlich saisonale Schwankungen im Haarwachstum gibt.

Dr. M. Kunz und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Zürich untersuchten sechs Jahre lang Frauen, die unter Haarausfall litten. Bei den Frauen wurden verschiedene Bluttests gemacht, zudem führten die Dermatologen regelmäßig Trichogramme durch. Dabei wird eine bestimmte Anzahl von Haaren ausgezupft, um die Haarwurzel zu untersuchen. Patientinnen, die eine Krankheit hatten oder Medikamente einnahmen, wurden von der Studie ausgeschlossen. So blieben am Ende 823 Frauen.

Mehr Haarausfall im Sommer

Die Analyse der Trichogramme über die Jahre hinweg zeigte, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Jahreszeit und Haarwachstum bzw. Haarausfall gab. Dies sahen die Forscher unter anderem daran, dass sich im Sommer der Anteil der Haare im Telogenstadium, also kurz vor dem Ausfallen, am größten war. Nach dieser Untersuchung befanden sich auch im Frühjahr viele Haare im Telogenstadium, wenn auch nicht ganz so viele wie im Sommer. Im Winter waren nur relativ wenige Haare im Telogenstadium.

Quelle: Dermatology. 2009 Apr 29. [Epub ahead of print]. Seasonality of hair shedding in healthy women complaining of hair los. Kunz M, Seifert B, Trüeb RM