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Wie werden die Haare fit für den Winter?

Frankfurt am Main, 14.11.2012

Es ist soweit – die dunkle Jahreszeit hat schon längst begonnen. Regen und Kälte lassen die geheizte Wohnung oft attraktiver erscheinen als den Aufenthalt an der frischen Luft. Doch damit beginnen für so manchen die Probleme mit juckender, schuppender Kopfhaut und elektrisch aufgeladenen Haaren.

Doch was lässt sich tun? Wichtig ist zunächst einmal, Haare und Haut – so sehr eine heiße Dusche locken mag – nicht mit zu heißem Wasser zu stressen, denn dadurch werden die natürlichen Öle, die die Schutzschicht der Haare (Schuppenschicht oder Cuticula) zusammenhalten, zu stark ausgewaschen. Als Folge daraus trocknen die Haare aus, kräuseln sich oder brechen sogar. Besser: eine lauwarme Dusche und für Extra-Glanz abschließend noch eine Haarspülung mit kaltem Wasser.

Beim Shampoo sollte auf milde Inhaltsstoffe geachtet werden, die am besten ein Öl oder ein Befeuchtungsmittel wie Panthenol enthalten. Außerdem sollte es zum Haartyp passen, da die reinigenden Inhaltsstoffe jeweils darauf ausgelegt sind.

Das Shampoo sollte hauptsächlich auf der Kopfhaut einmassiert werden, wo sich aus Talg (Sebum), Schweiß und Hautschuppen der meiste Dreck ansammelt. Der Rest der Haare – der längere und damit empfindlichere Teil – sollte, um unnötiges Strapazieren und Austrocknung zu vermeiden, nicht direkt damit gewaschen werden, sondern nur durch das Ausspülen des Shampoos gesäubert werden.

Fühlen sich die Haare trotz vorsichtiger Behandlung trocken an, ist der Griff zu Haarpflegemitteln mit Proteinen, Kollagen oder Aminosäuren ratsam, die einen Schutzschild rund um das Haar aufbauen.

So dienen Haarspülungen dazu, dem Haar Feuchtigkeit zurückzugeben, die ihm durch das Waschen entzogen wurde. Sie glätten die oberste Schuppenschicht und entwirren die Haare, was das Bürsten (am besten mit Naturborsten, um das Sebum gleichmäßig zu verteilen) einfacher macht. Die Textur der Haare wird glatter und sie lassen sich leichter handhaben.

Durch Spülungen kann die elektrostatische Aufladung der Haare, die durch das Bürsten erzeugt wird, verhindert werden. Werden Spülungen allerdings häufiger eingesetzt als der Zustand der Haare es erfordert, erscheinen die Haare oft kraftlos und fettig. Das Gleiche gilt, wenn die Zusammensetzung der Spülung nicht zum Haartyp passt.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Spülungen gehören in die Haarelängen und -spitzen, nicht auf die Kopfhaut. Zu guter Letzt können Spülungen sogenannte kationische Polymere enthalten, die vom Haarschaft angezogen werden und dort Defekte auffüllen.

Bei Schuppen sollte nicht aus Furcht vor zu trockener Kopfhaut auf das Haare waschen verzichtet werden – das kann die Situation noch verschlimmern. In solch einem Fall sollte ein spezielles Anti-Schuppen-Shampoo Anwendung finden.

Beim Haare Trocknen sei vor zu großer Hitze gewarnt: Nach den Angaben von Experten kann zu große Hitze dazu führen, dass das Wasser auf den Haaren regelrecht kocht und damit sowohl Haarstruktur als auch die Kopfhaut schädigt – das Haar wirkt dann stumpf und bricht leicht.

Ein Problem bei trockener Winterluft ist oft auch die elektrostatische Aufladung der Haare, etwa nach dem Ausziehen einer Mütze oder eines Pullovers. Hier können eine Styling-Lotion oder – im Notfall – ein Klecks Handcreme die wilde Pracht bändigen.

Haarausfall, verteilt über den gesamten Kopf, tritt häufig im Herbst auf. Wird durch diesen saisonalen Einfluss das Haar zu stark ausgedünnt, können spezielle Wirkstoffe helfen die Haarzellen mit Aufbaustoffen und Energie zu versorgen (z.B. durch eine fixe Wirkstoffkombination aus medizinischer Hefe, Cystin und zwei B-Vitaminen).

Quellen:
http://www.skintherapyletter.com/fp/2007/3.4/1.html
http://articles.latimes.com/2012/jun/02/health/la-he-hair-20120602