Frankfurt am Main, 01.07.2010
KÖLN (Biermann) – Wissenschaftler der New Yorker Columbia University haben acht Gene entdeckt, die zur Entstehung von Alopecia areata beitragen. Jetzt erhoffen sich die Forscher, dass bald Medikamente entwickelt werden können, die auf diese Gene abzielen.
Alopecia areata, zu deutsch kreisrunder Haarausfall, gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Einige der bei Alopecia areata neu entdeckten Gene kennt man bereits von anderen Autoimmunerkrankungen wie Arthritis oder Diabetes.
Und für diese Erkrankungen gebe es bereits Behandlungsansätze, die auf diese jetzt auch bei Alopecia areata entdeckten Gene abzielten, erklärt die Dermatologieprofessorin Angela Christiano, die für die Studie veranwortlich war. Die Hoffnung, einige dieser Behandlungsansätze vielleicht auch auf den kreisrunden Haarausfall übertragen zu können, ist also groß.
Prof. Christiano und ihr Team haben die acht Gene in einer Studie mit mehr als 1000 Patienten gefunden. Jetzt hoffen sie, Medikamente gegen diese Gene bald in klinischen Studien testen zu können. „Endlich haben wir die Möglichkeit, Wirkstoffe zu entwickeln, die spezifisch den Mechanismus hinter der Krankheit angreifen“, freut sich die Forscherin.
Quelle: Nature. 2010 Jul 1;466(7302):113-7. Genome-wide association study in alopecia areata implicates both innate and adaptive immunity. Petukhova L, Duvic M, Hordinsky M, Norris D, Price V, Shimomura Y, Kim H, Singh P, Lee A, Chen WV, Meyer KC, Paus R, Jahoda CA, Amos CI, Gregersen PK, Christiano AM.
letzte Änderung 16. Mai 2012, 17:20 Uhr
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Stand: 17-May-2012, 03:04 PM
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