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Informationen zu Haarausfall und Haarstrukturschäden

Bei erblich bedingtem Haarausfall auf den Bauchumfang achten

KöLN (Biermann) – Eine aktuelle Studie mit 740 Männern zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen erblich bedingtem Haarausfall und einer Reihe von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, die unter dem Begriff Metabolisches Syndrom zusammengefasst werden, zu geben scheint.

Vom Metabolischen Syndrom spricht man, wenn Patienten einen erhöhten Bauchumfang haben, außerdem zu hohe Blutfett- und Cholesterinwerte sowie zu hohe Blutzucker- und Bludruckwerte. Die Kombination dieser Risikofaktoren erhöht die Wahrscheinlichkeit, an einer Herzkrankheit und/oder an Diabetes zu erkranken.

Risikofaktoren summieren sich

In der von taiwanesischen Forschern durchgeführten Studie wurden die zwischen 40 und 91 Jahre alten Probanden auf die charakteristischen Komponenten des Metabolischen Syndroms sowie auf erblich bedingten Haarausfall hin untersucht.

Die Auswertung der so gesammelten Daten ergab, dass Studienteilnehmer, die von erblich bedingtem Haarausfall betroffen waren, häufiger auch am Metabolischen Syndrom litten. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass es auch eine Verbindung zwischen dem Vorliegen von Haarausfall und der Anzahl an vorhandenen Risikofaktoren gab.

Diese Zusammenhänge waren unabhängig vom Alter, der familiären Vorgeschichte und dem Raucherstatus der Probanden.

„Gutes“ HDL-Cholesterin schützt

Unter den verschiedenen Komponenten des Metabolischen Syndroms beeinflusste der HDL-Cholesterinwert das Haarausfallrisiko am stärksten. Das HDL-Cholesterin gilt als „gutes“ Cholesterin, ein niedriger HDL-Cholesterinwert trieb das Haarausfallrisiko nach oben.

Aus ihrer Untersuchung schlussfolgern die Forscher, dass Männer mit moderatem bis schwerem erblich bedingtem Haarausfall bei sich besonders aufmerksam auf Komponenten des Metabolischen Syndroms achten sollten. Sie betonen, dass bei Vorliegen eines Metabolischen Syndroms ein frühzeitiges Eingreifen, sei es durch den Einsatz blutdruck- und cholesterinsenkender Medikamente oder Strategien zur Gewichtsreduktion, entscheidend sei. Nur so könnten das Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes später im Leben reduziert werden.

Quelle: British Journal of Dermatology, 23. April 2010. Association of Androgenetic Alopecia with Metabolic Syndrome in Men: A Community-based Survey. Su LH, Hsiu-Hsi Chen T.

Letzte Änderung: 02.06.2010, 17:39 Uhr

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