HOUSTON (MedCon) - Eine in früheren Jahren aufgetretene allergische Reaktion in Form von Ekzemen, Heuschnupfen oder Bronchialasthma oder eine überstandene Autoimmunerkrankung scheinen das Risiko für einen kreisrunden Haarausfall zu erhöhen. Dies geht aus einer Studie US-amerikanischer Wissenschaftler hervor.
Als Ursache des kreisrunden Haarausfalls, der Alopecia areata, werden unter anderem immunologische, also mit den Abwehrmechanismen des Körpers zusammenhänge Vorgänge vermutet. Dennoch sei der Zusammenhang zwischen den einer allergischen Reaktion (Atopie) zugrunde liegenden überschießenden Immunreaktionen oder Autoimmunerkrankungen und dem kreisrunden Haarausfall bislang nur unzureichend erforscht, schreiben die Wissenschaftler der Universität Texas im Journal der American Academy of Dermatology.
Sie hatten deshalb die Daten von 2055 Personen, die über das sporadische Auftreten von Alopecia areata berichteten, mit den Daten von 558 Kontrollpersonen ohne Haarausfall verglichen. Dabei stellten sie fest, dass eine allergische oder autoimmune Erkrankung das Risiko für Alopecia areata fast verdoppelte. Dabei war es unerheblich, ob die Patienten häufiger oder unter mehr als einer allergischen Erkrankung oder Autoimmunerkrankung gelitten hatten.
"Diese Analyse bestätigte, dass eine frühere Atopie oder Autoimmunerkrankung das Risiko für eine Alopecia areata erhöht. Dies gilt sowohl für die schweren Formen des kreisrunden Haarausfalls, die Alopecia totalis und Alopecia universalis mit Haarverlust am ganzen Kopf und Körper, als auch für den nur lokal auftretenden Typ der Alopecia areata", schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen.
Quelle: J Am Acad Dermatol. 2009 Jul 15. History of atopy or autoimmunity increases risk of alopecia areata. Barahmani N, Schabath MB, Duvic M; National Alopecia Areata Registry.
Letzte Änderung: 08.10.2009, 12:38 Uhr
produced by GPM mbH
URL: http://www.haar-ausfall.com/service/meldungen/2009/2009-07-23/
Stand: 08.10.2009, 12:38 Uhr
© 2010 Merz. Alle Rechte vorbehalten.
|