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Ein Struwwelkopf

Haare helfen Verbrennungsopfern

LEIPZIG (Medcon) – Haare können nicht nur schön aussehen, sondern auch heilen. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse der Universität Leipzig. Dort ist es einem Team von Wissenschaftlern gelungen, aus Haaren neue Haut für Verbrennungsopfer zu züchten.

Keine neuen Verletzungen mehr

Bislang gab es für Menschen mit großflächigen Verbrennungen oder chronischen Wunden nur eine Möglichkeit: An einer anderen Stelle ihres Körpers wurden Hautstücke entnommen und dann auf die Wunde verpflanzt.

„Mit dieser Hauttransplantation lässt sich jedoch nicht verhindern, dass neue Verletzungen erzeugt werden“, erklärt Prof. Jan C. Simon, Direktor der Leipziger Uni-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, wo das neue Verfahren entwickelt wurde.

Den Leipziger Forschern gelang es, Haarwurzeln so aufzutrennen, dass sie genau die Nische fanden, in der Stammzellen heranwachsen.

„Haare lassen“ für die Heilung

Stammzellen sind die Alleskönner unter den Körperzellen und können sich theoretisch in jede andere Körperzelle entwickeln.

In eine Nährlösung gelegt und mit Hormonen beeinflusst, wandelten sich die aus den Haarwurzeln gewonnenen Stammzellen tatsächlich in Hautzellen um. „Innerhalb von zwei bis drei Wochen wächst aus einer Stammzelle etwa ein Cent-großes Stück Haut heran“, erzählt Simon.

Für ein zehn Quadratzentimeter großes Stück neuer Haut mussten die Patienten etwa 50 Kopfhaare lassen, um genügend Stammzellen zu gewinnen.

Quelle:
Erstellt von MedCon aus Mitteilung der Universität Leipzig anlässlich der Verleihung des Innovationspreises der IHK zu Leipzig an die Arbeitsgruppe um Prof. Jan C. Simon, 24.05.2007


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Letzte Änderung: 31.01.2008, 17:34 Uhr

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