Jedes einzelne Haar des menschlichen Körpers ist über die Haarwurzel mit kleinen Muskeln in der Unterhaut verbunden. Diese Muskeln können am Haar ziehen und es sozusagen von unten aufrichten. Das Besondere an diesen kleinen Muskeln ist, dass sie nicht dem freien Willen unterliegen, sondern von dem Teil des Nervensystems gesteuert werden, der sich nicht willentlich beeinflussen lässt. Die Haare reagieren also quasi automatisch auf den Reiz „Angst“ und stellen sich dann auf.
Bei Tieren lässt sich in ähnlichen Situationen das gleiche Phänomen beobachten. Trifft eine Katze beispielsweise auf einen fremden Hund oder gerät sie in eine gefährliche Situation, so sträuben sich die Haare ihres Fells. Dadurch wirkt sie größer und es erhöht sich die Chance den Hund abzuwehren.
Bei uns Menschen stehen also „die Haare zu Berge“, wenn wir uns in einer Situation unwohl fühlen: Wir wollen am liebsten fliehen und wehren das Unangenehme unbewusst ab. Die Muskeln können auf noch einen weiteren Reiz reagieren, nämlich auf Kälte. Dann stellen sich nach dem gleichen Prinzip, wie bei dem Reiz „Angst“ die Haare auf. An der Haut macht sich das als so genannte “Gänsehaut” bemerkbar. An der Hautoberfläche werden dann kleine Erhebungen sichtbar. Das sind die angespannten Muskeln, die aussehen wie die Haut einer gerupften Gans. Ob Kälte oder Angst, fest steht, dass der Mensch sich nicht wohlfühlt, wenn ihm die Haare zu Berge stehen.
Quelle: März 2007, Deutsches Grünes Kreuz e.V.
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Letzte Änderung: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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Stand: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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