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Ein Struwwelkopf

Immer mehr Freizeitsportler putschen sich zu Höchstleistungen - Haarausfall kann eine Folge sein

Doping ist nicht nur im Leistungssport ein Thema, auch bei Freizeitaktivitäten beispielsweise im Fitnessstudio werden zunehmend verbotene Substanzen eingenommen. Dies berichtet das Robert-Koch-Institut in seiner Sonderpublikation „Doping im Freizeit- und Breitensport“.

Doping-Skandale wie der um Jan Ullrich im Radrennsport sind bei organisierten Wettkampfveranstaltungen inzwischen leider traurige Realität. Doch auch im Freizeitsport werden zunehmend verbotene Substanzen konsumiert. Hier wird der Einsatz von Dopingwirkstoffen jedoch weniger als Doping, sondern als Arzneimittelmissbrauch bezeichnet. Das gesundheitsgefährdende Potential ist auch in diesem Bereich erheblich.

Studien zum Doping außerhalb des Leistungssportes zeigen, dass insbesondere Fitnessstudios betroffen sind. Die Quote des Missbrauchs schwankt zwischen einzelnen Studios stark und reicht von 0 bis 46 Prozent. Hier werden von einem – geringen – Teil der Kunden verbotene Substanzen eingenommen, insbesondere Anabolika, um Muskelaufbau und Kraftzuwachs zu fördern.

Da insbesondere anabole Steroide meist über einen längeren Zeitraum in höheren als therapeutischen Dosen und nicht ärztlich kontrolliert eingenommen werden, stellen sie eine große Gefahr für die Gesundheit dar. Anabolika stören den Fettstoffwechsel und erhöhen dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es können Leberschäden auftreten, auch Verkalkungen im Gehirn und Depressionen werden als Nebenwirkungen vermutet. Menschen, die über einen längeren Zeitraum Anabolika einnehmen bekommen eine ölige Haut, Akne und Haarausfall. Bei Frauen nimmt die Körperbehaarung zu, bei Männern ist eine Vergrößerung von Brustdrüsengewebe die Folge. Werden gleichzeitig mehrere Dopingsubstanzen eingenommen, kann das in Einzelfällen sogar zum Tode führen.

Das neu erschienene Gesundheitsberichterstattungsheft des Robert Koch-Instituts (GBE-Heft, Nr. 34) informiert rund um das Thema „Doping im Freizeit- und Breitensport“. Das 30-seitige Heft gibt einen Überblick über die Häufigkeit von Doping in diesen Bereichen des Sports, über Institutionen der Dopingbekämpfung, verwendete Substanzen, Gesundheitsschäden und Präventionsmaßnahmen. Es ist kostenlos erhältlich und auch auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts abrufbar.

Quelle: Nach Informationen des Robert-Koch-Institutes, BSMO Redaktion, 18.10.2006


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Letzte Änderung: 03.01.2008, 16:54 Uhr

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