LONDON (MedCon) — Britische Forscher haben entdeckt, wie ein spezielles Protein die Haardichte steuert. Wird es aktiviert, sprießen mehr Haare als gewöhnlich, berichteten jetzt britische Forscher in der BBC.
Im Mutterleib haben embryonale Hautzellen die Fähigkeit, ihren Zelltyp zu ändern und Teil einer Haarwurzel, einer Schweißdrüse oder eines Zahns zu werden. Dabei steuern drei unterschiedliche Proteine das Haarwachstum. „Wir fanden heraus, auf welche Weise eines dieser Proteine die individuelle Haardichte bestimmt“, erklärte Studienleiter Prof. Denis Headon von der Universität Manchester. Und: Inzwischen gelang es, Mäuse mit besonders dichtem Fell zu züchten.
Headons Team entdeckte, dass Zellen, die den Befehl erhielten, sich zu Haarfollikeln zu entwickeln, Signale an ihre Nachbarzellen aussenden. Damit halten sie diese davon ab, ebenfalls zu Haarfollikeln heranzureifen. Deshalb ist die Dichte des Haarwuchses begrenzt. Als die Wissenschaftler die Aktivität des speziellen „Haar–Proteins“ in Mäuseembryonen verstärkten, entwickelten die Mäuse später ein ungewöhnlich dichtes Fell.
Mit ihren Erkenntnissen hoffen die Forscher vor allem Menschen mit einer so genannten Ektodermalen Dysplasie helfen zu können – das ist ein Krankheitskomplex, zu dessen Symptomen ein gestörtes Wachstum von Haaren, Zähnen, Nägeln oder Schweißdrüsen gehört. Obwohl ihre Forschung nicht direkt auf die ererbte Glatzenbildung abziele, können in Zukunft menschliche Kahlköpfe von den Erkenntnissen profitieren, glauben die Wissenschaftler.
Quelle: University of Manchester, August 2006
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Letzte Änderung: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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Stand: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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