Eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) kann dem Organismus und dem Herzen Schaden zufügen: Die Überproduktion von Schilddrüsenhormonen treibt das Herz zu ständiger Höchstleistung an. Vorhofflimmern und Herzschwäche können die Folge sein. Bei einer Überfunktion läuft der ganze Körper ständig auf Hochtouren. Betroffene sind reizbar, nervös, leiden unter Konzentrationsschwäche, nachlassender Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Schwitzen, Wärme-Unverträglichkeit, dauerhaft erhöhtem Pulsschlag und insbesondere auch Haarausfall, was zusätzlich zu einem hohen Leidensdruck führen kann, weil die Funktionsstörung der Schilddrüse auch optisch sichtbar wird.
Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse werden hingegen zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet. Der Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen – der gesamte Stoffwechsel läuft auf „Sparflamme“. Betroffene sind extrem kälteempfindlich, leiden unter dauernder Müdigkeit, nachlassender Leistungsfähigkeit, Antriebsschwäche und Konzentrationsschwierigkeiten, einem verlangsamten Herzschlag und Wassereinlagerungen. Sie nehmen häufig an Gewicht zu, obwohl sie nicht anders essen als vorher. Die Unterfunktion kann auch eine gestörte Sexualhormon-Bildung zur Folge haben und somit Libido-Störungen hervorrufen, bei Frauen zudem Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit, bei Männern eine Verminderung der Potenz. Durch den verlangsamten Stoffwechsel wird auch Fett langsamer verbrannt. Demzufolge steigen die Blutfette und damit auch das Risiko von Gefäßablagerungen und Herzinfarkt.
Experten empfehlen daher Frauen und Männern, die an diffusem Haarausfall unbekannter Ursache leiden, die Schilddrüsen-Hormonwerte kontrollieren zu lassen.
Quelle: „Die Presse“, 16.10.2006
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Letzte Änderung: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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Stand: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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