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Haarausfall und Schilddrüse

Schilddrüsenfunktionsstörungen können Auslöser für Haarausfall sein. Dies kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Verantwortlich für das Ausfallen der Haare sind die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin), die den Stoffwechsel im Körper beeinflussen und eine direkte Einflussnahme auf haarbildende Zellen im menschlichen Organismus haben.

Eine Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse äußert sich durch dünner, feiner und brüchiger werdende Haare. Da die Haare früher in die Ruhephase (Telogenphase) wechseln, erreichen sie auch nur eine geringe Länge.
Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse wirken die Haare matt, stumpf, trocken und brüchig. Die Haardichte und der Haardurchmesser können verringert sein.

Ist die Schilddrüsenstörung behoben, kann es zu einer schnellen Besserung des Haarausfalls kommen.

Einen Zusammenhang zwischen der Stärke des Haarausfalls und der Intensität der Schilddrüsenfunktionsstörung besteht nicht. Eine schwere Hormonfehlfunktion führt nicht automatisch zu starkem Haarausfall. Im Gegenteil hierzu kann schwerer Haarausfall auch bei einer leichten Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse auftreten.

Haarausfall durch Medikamente gegen Schilddrüsenerkrankungen

Auch Medikamente, die bei einer Überfunktion der Schilddrüse eingenommen werden, können zu Haarausfall führen. Beispiele sind Thyreostatika Carbimazol, Thiamazol, Methyl- und Propylthioiuracil. Haarausfall verursachend können grundsätzlich auch Medikamente sein, die in den Schilddrüsenstoffwechsel eingreifen: Jodide, Levothyroxin, Amiodaron (Antiarrhythmikum) und Lithium (Antidepressivum).

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