Frage des Monats

August 2014

Frage

Sonnenschutz für die Haare und die Kopfhaut

Antwort

In dieser Jahreszeit werden wir an eine wesentliche Funktion unserer Kopfbehaarung erinnert. Sie beschattet die Kopfhaut und schützt uns vor Sonnenbrand und Hautkrebs. Besonders schmerzlich wird dies den Herren bewusst, bei denen sich die Haare lichten, wodurch die Kopfhaut ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Aber auch der weibliche anlagebedingte Haarausfall kann zur Ausdünnung der Haardichte in der Scheitelregion führen, so dass die Kopfhaut UV-lichtbedingte Schädigung erleiden kann. Die frühzeitige Therapie des anlagebedingten Haarausfalls kann helfen, den Haarverlust zu stoppen oder zumindest zu verzögern. Neben der ästhetischen Komponente erreicht man damit auch einen medizinischen Vorteil. Wenn die Haare jedoch schon sehr gelichtet sind, hilft nur noch das Tragen einer Kopfbedeckung, denn Sonnenschutzpräparate sind erst problemlos anwendbar, wenn die Haare vollständig fehlen.

Andererseits fragen sich viele Menschen, ob denn nicht die Haare selbst einen Sonnenschutz benötigen. Haare bleichen durch intensive Sonnenstrahlung aus und die Struktur ändert sich, so dass Kämmbarkeit und Frisur beeinträchtigt werden. Wer dies vermeiden möchte, sollte bei intensiver Sonne eine Kopfbedeckung tragen. Die Haarwurzel wird von der Sonne jedoch nicht beeinträchtigt. Die durch die Sonne verursachten Haarschäden wachsen also wieder raus. Bei einer Wachstumsgeschwindigkeit von einem Zentimeter pro Monat kann jeder selbst errechnen, wann der Lichtschaden der Haare des Sommerurlaubes spätestens nicht mehr sichtbar ist. In der Realität geht es jedoch meistens schneller. Ein produziertes Haar ist zwar fertig und unterliegt keinen Umbauprozessen mehr, aber die Oberflächenschäden werden dennoch mit der Zeit wieder etwas geglättet. Dabei können Haarpflegeprodukte (Haarkuren etc.) helfen.

Dr. Uwe Schwichtenberg

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