Frage des Monats

Mai 2014

Frage

Warum werden die Haare mit zunehmendem Alter dünner?

Antwort

Die Alterungsvorgänge unserer Haut sind zu einem wesentlichen Anteil genetisch verankert. Zusätzlich zu dieser „inneren“ Hautalterung gibt es eine von außen angeregte Hautalterung, die zum größten Teil durch Sonnenlichtexposition ausgelöst wird. Letztere Form der Hautalterung können wir durch vernünftigen Lichtschutz minimieren. Die genetisch vorprogrammierte Hautalterung müssen wir so hinnehmen, wie es die Natur für uns vorgesehen hat. Teil dieser Hautalterung ist eine Abnahme der Kollagenproduktion sowie eine herabgesetzte Zellteilungsrate der Zellen, die für die Hauterneuerung zuständig sind. Dadurch wird die Haut dünner und verletzlicher.

Da auch die Zellteilungsrate an der Haarwurzel rückläufig ist, wachsen die Haare dünner nach. Außerdem verkümmern einzelne Haarwurzeln, ähnlich wie beim anlagebedingten Haarausfall.
Der Ausdünnungseffekt geschieht also auf zwei Wegen: zum einen verringert sich die Gesamtzahl der Haare, zum anderen nimmt der Durchmesser der einzelnen Haare ab. Die sogenannte „senile Involutionsalopezie" ist hormonunabhängig und startet etwa um das 60. Lebensjahr.
Parallel dazu kann auch noch ein hormonabhängiger anlagebedingter Haarausfall oder diffuser Haarausfall vorliegen. Beim hormonabhängigen anlagebedingten Haarausfall kommt es zur Ausbildung von Geheimratsecken und/oder Ausdünnung der Haare in der Scheitel- oder Wirbelregion. Der diffuse Haarausfall führt zu vermehrtem Ausfallen von Haaren über den gesamten Kopf verteilt. Auslöser für diffusen Haarausfall können schwere belastende Erkrankungen sein, wie sie im höheren Lebensalter häufiger auftreten. Aber auch Eisenmangelsituationen oder andere Ernährungsmangelsituationen können diffusen Haarausfall verursachen und treten im hohen Lebensalter vermehrt auf.

Diese Patientinnen und Patienten können von einer Einnahme einer fixen Wirkstoffkombination aus medizinischer Hefe, Cystin, Keratin und zwei B-Vitaminen profitieren, so z.B. in Pantovigar®.

Dr. Uwe Schwichtenberg

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