Frage des Monats

April 2014

Frage

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vitamin D- oder Eisenmangel und diffusem Haarausfall?

Antwort

Die Ursachen für diffusen Haarausfall sind vielfältig. Unterschiedliche Mangelsituationen sind in der Lage, den Stoffwechsel der Haarwurzel zu stören. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass diffuser Haarausfall mit niedrigen Eisenspeicherwerten und/oder Vitamin D-Spiegeln zusammenhängt.1

Dies beweist zwar noch keinen ursächlichen Zusammenhang, es gibt jedoch deutliche Hinweise, dass Frauen mit einem niedrigen Eisenspeicherwert (Ferritin) und diffusem Haarausfall von der Einnahme von Eisen profitieren.2
Interessanterweise wird bereits bei niedrig-normalen Werten eine Einnahme empfohlen, d.h. bereits normale Werte im unteren Bereich können diffusen Haarausfall verursachen. Offenbar bildet der Normbereich, der allgemeinmedizinischen Kriterien genügt, die Bedarfslage der Haarwurzel nicht ausreichend ab.

Neben diversen Nahrungsergänzungsmaßnahmen, die geeignet sein sollen, gibt es ein nachgewiesen wirksames Arzneimittel, mit dem bei diffusem Haarausfall positive Effekte erzielt werden können. Für die Kombination aus medizinischer Hefe, Cystin, Keratin und B-Vitaminen in Pantovigar® liegen mehrere Studien vor. So z.B. aus dem Jahr 2007, hier konnte eine Arbeitsgruppe um Lengg zeigen, dass sich der Anteil wachsender Haare durch Pantovigar® vermehrt.3

1Rasheed H "Serum ferritin and vitamin d in female hair loss: do they play a role?" Skin Pharmacol Physiol. 2013;26(2):101-7
2„Haarausfall und Umwelteinflüsse“ Dtsch Arztebl 1999; 96(23): A-1571 / B-1339 / C-1238 Mühlendahl, Karl Ernst von; Ständer, Hartmut; Traupe, Heiko Dt Ärztebl 1999; 96: A-1571-1575 [Heft 23]
3Lengg, N., et al., Dietary supplement increases anagen hair rate in women with telogen effluvium: results of a double-blind, placebo-controlled trial. Therapy, 2007. 4(1): p. 59-65

Dr. Uwe Schwichtenberg

Zurück zur Übersicht