Frage des Monats

Januar 2012

Frage:

Schädigt die Winterkälte mein Haar? Wie kann ich meine Haare davor schützen?

Antwort:

In der modernen Welt setzen wir uns eigentlich selten für längere Zeit der Kälte aus. Am ehesten geschieht dies noch bei Freizeitaktivitäten wie Rodeln und Skifahren. Kälteschäden treten an der Haut z.B. an den Fingerspitzen, Zehen oder an Ohren und Nase auf. Hier können Erfrierungen auftreten, die zu dauerhaften Gewebeschädigungen führen. Bei sehr ungünstigen Bedingungen (Wind oder enges Schuhwerk) kann dies sogar schon bei Temperaturen deutlich oberhalb des Nullpunktes auftreten. Am behaarten Kopf sind Erfrierungen jedoch sehr selten. Allerdings können sie, wenn sie denn auftreten, an der betroffenen Stelle zu dauerhaftem Haarverlust führen. Das Tragen einer Kopfbedeckung kann hier schützen und die noch stärker gefährdeten Ohren sollten im Optimalfall damit gleich mitbedeckt werden.

Die Haare selbst werden von extremen Temperaturen ebenfalls strapaziert. Dies gilt für Kälte ähnlich wie für Hitze. Der Sommer stellt jedoch das größere Risiko dar, da hier zum Wärmestress auch noch die UV-Strahlung hinzukommt. Eine Ausnahme ist der Wintersport in Höhenlagen, der ebenfalls mit intensiver Sonnenstrahlung verbunden ist. Wenn ein Schutz von Haar und Kopfhaut mittels Mütze nicht möglich ist, können die Haare trocken und spröde werden. Eine Haarpflegepackung und die Wahl eines entsprechenden Shampoos können hier Besserung verschaffen.

Dr. Uwe Schwichtenberg

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