Können Infektionskrankheiten Haarausfall verursachen?
Es gibt Infektionskrankheiten, die selbst direkt Haarausfall verursachen. Die bekannteste ist die Lues oder Syphilis, die einen fleckförmigen Haarausfall verursacht. Viel häufiger aber ist der diffuse Haarausfall, der infolge eines Infektes auftritt, der eigentlich die Haare nicht betrifft. Mit einem zeitlichen Verzug von bis zu mehreren Monaten kann nach einem schweren Infekt z.B. einer Magendarmgrippe ein diffuser Haarausfall einsetzen, der Wochen bis Monate anhält. Man kann sich das bildlich so vorstellen, dass im Rahmen eines Infektes vom Körper alle Abwehrkraft mobilisiert wird, die zu bekommen ist. Dies geht auf Kosten anderer Gewebestrukturen und die Haarwurzeln als sehr schnell teilende Zellen sind da sehr empfindlich. Wegen des zeitlichen Abstandes zwischen dem Infekt und dem Haarausfall wird diese mögliche Ursache oft vergessen. Oft können sich die Betroffenen auch nicht vorstellen, dass ein derart eindrucksvoller Haarausfall noch in Folge eines Infektes auftreten kann, den man zu dem Zeitpunkt so schlimm gar nicht mehr in Erinnerung hat. In der Erholungsphase nach einem Infekt ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig, um für die angegriffenen Zellen optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Haaraufbaupräparate mit Aminosäuren, Vitamine und Eiweißen können dabei unterstützend wirksam sein.
Dr. Uwe Schwichtenberg
Letzte Änderung: 08.10.2009, 12:38 Uhr
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URL: http://www.haar-ausfall.com/fragen_antworten/frage_monat/frage_08_2009/
Stand: 08.10.2009, 12:38 Uhr
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