Thema:
Haarausfall nach Chemotherapien
Antwort:
Bei einer Chemotherapie werden im Rahmen einer Tumorbehandlung chemische Substanzen verabreicht, die zumeist zellteilungshemmend wirken, da es sich bei Krebszellen um schnell teilende Zellen handelt. Da auch die Haarwurzelzellen für ihre Arbeit am Haar eine sehr schnelle Zellteilung aufweisen müssen, sind sie oft mitbetroffen. Mittlerweile gibt es jedoch sehr viele unterschiedliche Chemotherapeutika und diese Problematik tritt nicht bei allen Medikamenten gleichermaßen auf. Der behandelnde Onkologe wird der Patientin / dem Patienten bereits vorab mitteilen können, ob die gewählte Therapie oft mit Haarausfall verbunden ist. Wichtig ist der individuelle Umgang mit diesem Phänomen. Manch einer entscheidet sich bewußt, die Haarlosigkeit zu tolerieren, manche Frau nimmt es zum Anlass, mit einer Perücke Abwechslung in ihr "Styling" zu bringen. Falls ein Haarersatz gewünscht wird, empfiehlt es sich, frühzeitig etwas anfertigen zu lassen, um den Übergang möglichst schleichend zu gestalten. Die Krankenversicherer beteiligen sich in unterschiedlicher Höhe an den Kosten. Versuche, dem Haarverlust durch besondere Pflege, Nahrungsmittelergänzungsstoffe, Kältehauben etc. entgegenzuwirken, sind vermutlich nicht sehr erfolgversprechend. Nach dem Ende der Chemotherapie kommt es normalerweise wieder zum Nachwachsen der Haare. Oft wird berichtet, die Haare seien zumindest am Anfang welliger gewesen, manchmal ist auch der Farbton etwas anders als ursprünglich. Manchmal wird über dichteren Haarwuchs berichtet als zuvor. In der Erholungsphase, die üblicherweise einige Wochen nach dem Ende der Chemotherapie beginnt, können evtl. Haaraufbaupräparate mit Aminosäuren, Vitaminen und Keratin, wie z.B. Pantovigar, unterstützend wirken.
Dr. Uwe Schwichtenberg
Letzte Änderung: 22.03.2010, 16:39 Uhr
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URL: http://www.haar-ausfall.com/fragen_antworten/frage_monat/frage_05_2010/
Stand: 22.03.2010, 16:39 Uhr
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