Kann eine Haarfärbung durch häufige Wiederholung des Färbevorgangs und zu lange Einwirkzeit zu Haarausfall führen bzw. die Haarwurzeln angreifen? Ich habe sehr kaputte und dünner gewordene Haare durch extrem starke Färbungen. Der Hautarzt sagte mir jedoch, dass das Färben keine Auswirkungen auf die Haarwurzeln hätte und ein anlagebedingter Haarausfall vorläge.
Die Unterscheidung zwischen einem anlagebedingten Haarausfall (AGA, androgenetische Alopezie) und einer Schädigung der Haare durch Haarfärbungen läßt sich im Allgemeinen anhand des Haarlichtungsmusters und der Haarstruktur bewerkstelligen. Zusätzlich kann ein Trichogramm oder die lichtmikroskopische Betrachtung der Haarschäfte hilfreich sein. Die anlagebedingte, also vererbte Haarausfall und Haarstrukturschäden durch Färbung sind zwei unterschiedliche Probleme, die ursächlich nicht miteinander zusammenhängen, aber natürlich gleichzeitig vorliegen können.
Durch die Färbung selbst kann auch Haarverlust eintreten, der sich dann jedoch am ganzen Kopf diffus ausbildet. Dies ist häufig zu sehen, wenn an der Kopfhaut eine allergische Reaktion auf das Färbemittel auftritt (Kontaktallergie).
Dr. Jens Meyer
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Letzte Änderung: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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Stand: 03.01.2008, 16:54 Uhr
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