Durch die Einnahme bestimmter Medikamente und auch durch Operationen in Vollnarkose können plötzlich viele Haare aus der Wachstumsphase (Anagenphase) in die Ruhe- bzw. Ausfallsphase (Telogenphase) übertreten. Diese Haare fallen dann typischerweise 2-4 Monate später aus. Der dann einsetzende vermehrte Haarwechsel kann wiederum einige Monate anhalten. Danach normalisiert sich der Haarverlust wieder, die verlorenen Haare wachsen im Allgemeinen wieder nach. Der Zeitraum von 2 Jahren ist hierfür allerdings zu lange, so dass der von Ihnen beschriebene Haarverlust mit hoher Warscheinlichkeit nicht mehr auf die Medikamentengabe oder die Operation zurückzuführen ist. Lassen sich keine anderen Ursachen wie z.B. Eisenmangel oder Schildrüsenfunktionsstörung etc. finden, kann es sich auch um das chronische Telogeneffluvium (CTE) handeln. Hierunter versteht man einen oft über Jahre andauernden harmlosen erhöhten Haarwechsel, für den sich keine Ursache finden lässt. In diesem Zusammenhang kann die Anwendung von Pantovigar, einer Kombination von Aminosäuren wie L-Cystin und Vitaminen der B-Gruppe, sinnvoll sein.
Dr. Jens Meyer