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Diffuser Haarausfall nach Einnahme von Medikamenten

Kann die Einnahme von Medikamenten zu Haarausfall führen?

Medikamente können prinzipiell Haarausfall auslösen. Die Mechanismen sind häufig ungeklärt. Werden die Medikamente abgesetzt, wachsen die ausgefallenen Haare im Allgemeinen jedoch innerhalb weniger Monate wieder nach.

Dr. C. Kunte

Ich habe schon seit mehr als 1,5 Jahren diffusen Haarausfall. Mein Arzt meint, es kommt von Medikamenten, die ich vor 2 Jahren bekommen habe.

Durch die Einnahme bestimmter Medikamente und auch durch Operationen in Vollnarkose können plötzlich viele Haare aus der Wachstumsphase (Anagenphase) in die Ruhe- bzw. Ausfallsphase (Telogenphase) übertreten. Diese Haare fallen dann typischerweise 2-4 Monate später aus. Der dann einsetzende vermehrte Haarwechsel kann wiederum einige Monate anhalten. Danach normalisiert sich der Haarverlust wieder, die verlorenen Haare wachsen im Allgemeinen wieder nach. Der Zeitraum von 2 Jahren ist hierfür allerdings zu lange, so dass der von Ihnen beschriebene Haarverlust mit hoher Warscheinlichkeit nicht mehr auf die Medikamentengabe oder die Operation zurückzuführen ist. Lassen sich keine anderen Ursachen wie z.B. Eisenmangel oder Schildrüsenfunktionsstörung etc. finden, kann es sich auch um das chronische Telogeneffluvium (CTE) handeln. Hierunter versteht man einen oft über Jahre andauernden harmlosen erhöhten Haarwechsel, für den sich keine Ursache finden lässt. In diesem Zusammenhang kann die Anwendung von Pantovigar®, einer Kombination von Aminosäuren wie L-Cystin und Vitaminen der B-Gruppe, sinnvoll sein.

Dr. Jens Meyer