Home Fragen & Antworten Fragen zu diffusem Haarausfall Diffuser Haarausfall nach Erkrankungen

Diffuser Haarausfall nach Erkrankungen

Kann Eisenmangel zu Haarausfall und dünner werdendem Haar führen? An wen kann ich mich wenden?

Insbesondere bei stärkerer Ausprägung kann Eisenmangel zu dünner werdendem, trockenem und strohigem Haar führen. Auch Haarausfall diffus am Kopf ist möglich. Jeder Hausarzt kann einen Eisenmangel diagnostizieren, bestimmt wird dabei Eisen und Ferritin im Serum.

Durch eine Eisensubstitution (Gabe von Eisen zur Auffüllung der Eisenspeicher im Körper), was mehrere Monate dauern kann, wachsen die zuvor verlorenen Haare wieder nach. Hier ist Geduld gefragt. Finden sich die Eisenspiegel wieder in der Norm und sind die Eisenspeicher aufgefüllt ohne Besserung des Haarausfalls, sind auch andere Ursachen für den Haarverlust und das dünner werdende Haar möglich. Ansprechpartner bei Haarerkrankungen ist der Hautarzt.

Dr. C. Kunte

Bei mir wurde Haarausfall anhand des Ferritinwertes diagnostiziert. Welcher Wert sollte vorliegen?

Eisenmangel kann zu diffusem, reversiblem Haarverlust führen. Therapie ist die Gabe von Eisen zur Normalisierung des Eisenspiegels. Dabei sollte im Blut nicht nur der Eisenspiegel, sondern auch der Ferritinspiegel untersucht werden. Im Serum zirkulierendes Ferritin korreliert gut mit den Körper-Eisenvorräten. Ist der Ferritinspiegel deutlich erniedrigt, muss eine Eisen-Therapie häufig über mehrere Monate durchgeführt werden, bis die Eisenvorräte wieder aufgefüllt sind. Dabei ist es nicht wichtig, dass Eisen oder Ferritin einen bestimmten Wert erreichen, sondern dass die Werte sich im Normbereich bewegen. Die Normbereiche für Laborwerte können von Labor zu Labor unterschiedlich sein, so dass zu Ihrer Frage, welcher Wert für Ferritin erreicht werden sollte, ohne Kenntnis der Normwerte des untersuchenden Labors nicht Stellung genommen werden kann.

Dr. C. Kunte

Ich habe seit längerem starken Haarausfall und es wurde ein niedriger Ferritinwert festgestellt. Kann der Haarausfall daran liegen?

Eisenmangel kann zu diffusem, reversiblem Haarverlust führen. Therapie ist die Gabe von Eisentabletten zur Normalisierung des Eisenspiegels. Im Serum zirkulierendes Ferritin korreliert gut mit den Körper-Eisenvorräten. Ist der Ferritinspiegel deutlich erniedrigt, muss eine Eisen-Therapie häufig über mehrere Monate durchgeführt werden, bis die Eisenvorräte wieder aufgefüllt sind. Dabei ist es nicht wichtig, dass Eisen oder Ferritin einen bestimmten Wert erreichen, sondern dass die Werte sich im Normbereich bewegen.

In einer Studie aus dem Jahr 2002 wurden 5019 Frauen zwischen 34 und 61 Jahren per Fragebogen eingeteilt in Gruppen mit mäßigem, starkem und keinem Haarausfall. Die Auswertung der Ergebnisse von Blutuntersuchungen zeigte dabei: Frauen mit starken Haarausfall hatten durchschnittlich einen eindeutig niedrigeren Wert für Ferritin. Die Autoren konnten somit an einem großen Untersuchungskollektiv zeigen, dass Eisenmangel einer der wichtigen Faktoren in den Mechanismen von weiblichem Haarverlust sein könnte. Inzwischen gibt es jedoch auch Untersuchungen, die einen derartigen Zusammenhang nicht belegen konnten.

Dr. J. Meyer

Können Schilddrüsen- funktionsstörungen zu Haarausfall führen?

Bei der Suche nach Ursachen für verstärkten Haarausfall gehört die Schilddrüse zu den "üblichen Verdächtigen". Ob eine Unter- oder Überfunktion der Hormondrüse wirklich für den Haarausfall verantwortlich ist, und ob eine medikamentöse Korrektur der Unter- oder Überfunktion die Haare wieder wachsen lässt - das bezweifle ich. Wissenschaftlich solide ist es jedenfalls noch nicht bewiesen worden. Trotzdem gehört auch bei uns die Schilddrüsendiagnostik mit zum Suchprogramm, auch wenn die Diagnostik vielleicht mehr eine medizinische Traditionspflege und weniger auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen beruht.

Prof. Dr. H. Wolff

wird diffuser Haarausfall durch funktionelle chronische Darmerkrankungen verursacht?

Funktionelle chronische Darmerkrankungen sind auch keine regelhafte Ursache für Haarverlust. Nur selten, bei Aufnahmestörung essentieller Nahrungsbestandteile aus dem Darm mit Mangelerscheinungen, kann Haarverlust resultieren.